
Abstract:
Vorstellung eines Konzepts personzentrierter Beratung und
Kurzpsychotherapie für arbeitslose Personen, das aus der Praxis entwickelt
wurde und versucht, die politischen und institutionellen Rahmenbedingungen
von Arbeitslosigkeit und deren Auswirkungen auf die Psyche miteinzubeziehen.
Keywords:
Kurzpsychotherapie, Beratung, Arbeitslosigkeit, Psychotherapiekonzepte,
Politik, Geschlechterdifferenz, Weiterentwicklung des personzentrierten Ansatzes
"Die Seele macht handlungsfähig. Das psychische Leben ist ein schädlicher
oder heilsamer, tatkräftiger Diskurs, dessen Subjekt man selber ist...
Die von Streß bedrängten Frauen und Männer von heute haben es eilig, zu gewinnen
und zu verteilen, zu genießen und zu sterben, und ersparen sich jene Repräsentation
der Erfahrung, die man psychisches Leben nennt. Die Handlung und ihre Kehrseite,
die Preisgabe, treten an die Stelle der Sinndeutung. Man hat weder die nötige
Zeit noch den nötigen Raum, um sich eine Seele zu bilden. Der von sich selbst
besessene moderne Mensch ist vielleicht ein leidender, doch reuloser Narziß
- der Schmerz trifft ihn körperlich: er somatisiert. Das psychische Leben
des modernen Menschen findet zwischen den somatischen Symptomen (Krankheit
und Krankenhaus) und der Inbildsetzung seiner Begierden statt (Träumerei vor
dem Fernseher)." (Julia Kristeva)
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