Vorträge von

:: Zita Küng
:: Ulrike Gschwandtner
:: Renata Fuchs
:: Christine Bauer-Jelinek



Zita Küng:

"Patchworkerinnen - willkommene Lückenbüsserinnen der Ökonomie?"

Abstract
Der Unterschied zwischen einer Patchworkdecke und einer herkömmlichen Decke besteht darin, dass mehr als ein Stück Stoff verarbeitet ist. Die herkömmliche Decke hat einen Stoff, ein Muster, ein Material und ist aus einem Guss. Die Patchworkdecke setzt - mehr oder weniger kunstvoll und handwerklich gekonnt - verschiedene Stoffstücke zusammen. Material, Muster der Einzelstoffe usw. können sehr unterschiedlich sein, ergeben aber zusammen ein neues Bild.

Die kritischen Punkte beim Patchworken sind die Übergänge

Die kritischen Übergänge im Erwerbsleben

Was macht Patchworkarbeiten attraktiv?


Die lebenslange 100%-Stelle als Norm
Für diese Situation ist für die Übergänge mehr oder weniger lückenlos vorgedacht und vorgesorgt. Für das eine Stück Stoff steht ein gleich grosses Stück Futterstoff zur Verfügung, um die Decke auf beiden Seiten schön zu gestalten.
Für Patchworkarbeiterinnen fällt ein zusätzlicher Job an: die Klärung aller "unregelmässigen" Situationen. Der Futterstoff hat gravierende Löcher, weil noch gar nicht klar ist, wie die vordere Seite genau aussieht.

Politische Verantwortung für die Sicherung der Patchworkerinnen
Die Ökonomie profitiert, weil sie genau definierte Einsätze einfordern und bezahlen kann, ohne sich um die soziale Sicherheit der Patchworkerinnen kümmern zu müssen. Dazu muss klar gestellt werden, dass diese Einsätze sowohl ökonomisch als auch sozial von grosser Bedeutung und deshalb erwünscht sind. Die Frage, wie Patchworktarbeiterinnen für die Übergänge gesichert werden können, muss deshalb auf der politischen Ebene diskutiert und gemeinschaftlich gelöst werden.

e-mail:
www:
equality@gendermainstreaming.com
www.gendermainstreaming.com
Download: Vortrag von Zita Küng
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